Leitzins Entwicklung während/nach der Wirtschaftskrise

Die Europäische Zentralbank legt den Leitzins fest und bestimmt damit die Konditionen, zu denen sich die jeweiligen Banken bei den Zentral- und Notenbanken Geld besorgen können. Dabei kommt der Europäischen Zentralbank eine wichtige Aufgabe zu, sie reguliert durch die Zinsfestsetzung den Geldmarkt und muss die Preisstabilität gewährleisten. Außerdem soll die Inflationsrate niedrig gehalten werden. Der Leitzins gilt hier als wichtiges Instrument.

Leitzinssenkung während der Wirtschaftskrise

So hat die Europäische Zentralbank Ende 2008 auf die herrschende Wirtschaftskrise reagiert und im Dezember 2008 den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte von 3,25 % auf 2,50 % gesenkt. Diese Entwicklung der absteigenden Zinsen hat sich fortgesetzt bis im Mai 2009 ein Rekordtief erreicht wurde. Seither liegt der Leitzins bei 1 %.

Ziel dieser stetigen Senkung der Leitzinsen ist das Antreiben der Konjunktur. Das bedeutet, wird der Leitzins gesenkt, so sinken zumeist auch die Kosten für Kredite. Für Unternehmen ist es nun billiger, sich Geld bei der Bank zu beschaffen und zu investieren. Dadurch wird die Wirtschaft angekurbelt. Da eine Senkung des Leitzinses auch die Währung abwertet, werden Exporte für Kunden im Ausland billiger und es ist ein höherer Absatz zu erwarten. Die Kehrseite der Medaille trifft dabei die Sparer und Anleger, die für ihre Einlagen bei den Banken nun weniger Zinsen bekommen.

Prognose für die weitere Entwicklung des Leitzinses

Man kann davon ausgehen, dass der Leitzins in der zweiten Jahreshälfte von der Europäischen Zentralbank wieder angehoben wird. Schließlich ist ihre oberste Aufgabe die Geldwertstabilität zu erhalten. Um eine Inflation zu verhindern, die Wirtschaft aber nicht zu sehr zu schwächen, ist ein moderater Anstieg zu erwarten.

Weitere Informationen zu Wirtschaft und Finanzen finden Sie unter FinanzenMagazin24.de

  • Name und Email sind nötig. E-mail wird nicht veröffentlicht